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Quelle: SPD Unterbezirk Bielefeld

Der SPD Ortsverein Gellershagen Sudbrack lädt interessierte Bürger:innen herzlich zum Gespräch in der Eisdielensprechstunde mit Wiebke Esdar, am Samstag, den 11.09.2021 um 16.30 Uhr in den Hägarweg 10 beim Eiscafé Dolomiti ein.

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Der "Reichsjugendtag" prägte Ende Juli 1921

das Bielefelder Stadtbild

von Joachim Wibbing

Am 30. und 31. Juli 1921 - vor genau 100 Jahren - fand in Bielefeld der "Reichsjugendtag" der sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands statt. Damit wurde ein wahrer Feierreigen beendet: zwei Wochen zuvor hatte man die "700-Jahrfeier" absolviert, eine Woche vorher hatten die Schützen ihr erstes Schützenfest nach dem Weltkrieg gefeiert. Und nun versammelten sich gut 10.000 jugendliche "Arbeitergäste" aus allen "Gauen Deutschlands" in der Stadt. Untergebracht wurden sie bei "Arbeiterfamilien". Zentrales "Empfangslokal" war die "Eisenhütte" der Metallarbeiter in der Marktstraße 8. Der "Reichsjugendtag" in Bielefeld war der zweite seiner Art. Im Jahr zuvor hatte er in Weimar stattgefunden. Eine solche Veranstaltung war durchaus epochal: denn bis in die Zeit des Ersten Weltkrieges war Politik allein erwachsenen Männern vorbehalten. Nun sollten auch "Jungarbeiter" für die Ideen des Sozialismus und der Sozialdemokratie begeistert werden - mit einem Deutschland weiten Treffen.

Ein Aufruf von Erich Ollenhauer

Einer der bekanntesten SPD-Politiker sollte nach dem Zweiten Weltkrieg Erich Ollenhauer (1901-1963) werden. Er war bereits 1921 beim Reichsjugendtag in Bielefeld dabei. Nach dem Abschluss der Volksschule 1915 hatte er eine kaufmännische Lehre in einer Druckerei absolviert. Es folgte ein Volontariat bei der sozialdemokratischen Tageszeitung "Volksstimme" in Magdeburg. So erscheint es nur folgerichtig, dass er 1918 der SPD beitrat. Ab dem 1. Dezember 1920 war er - als gerade 19-jähriger - zweiter Sekretär beim Hauptvorstand des Verbandes der Arbeiterjugendvereine Deutschlands (VAJV), der Jugendorganisation der SPD, und wurde Redakteur ihrer zweiwöchentlich erscheinenden Zeitschrift "Arbeiterjugend". 1921 erfolgte seine Wahl als Sekretär der International of the Working Youth. Ollenhauer schrieb im "Vorwärts", dem "Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands" am 29. Juli 1921 folgendes: "In diesen Tagen rollen singende Züge durch das Land, dem Westen zu. Das arbeitende Jungvolk fährt zum Reichsjugendtag des Verbandes der Arbeiterjugend-Vereine Deutschlands, der am Sonnabend und Sonntag in Bielefeld abgehalten wird. Es ist das zweite große Treffen der deutschen Arbeiterjugend und schon die stärkere Beteiligung wird von dem Wachstum unserer Jugendbewegung seit dem unvergesslichen Weimarer Jugendtag Zeugnis ablegen. Von Nord und Süd, aus Ost und West, von Oberschlesien und Ostpreußen, aus Danzig und dem Saarstaat kommen sie, sechstausend Jungen und Mädel, deutsche Arbeiterjugend. … Weimar wurde ein Kampfesruf an die Jugend, für den lebenden Sozialismus zu streiten. Dieser Kampf ist inzwischen aufgenommen und der zweite Reichsjugendtag muß in seinem Zeichen stehen. Darum geht die Arbeiterjugend von ihrer ersten Tagung in Weimar, diesem stillen idyllischen Thüringer Städtchen, nach der Arbeiterstadt Bielefeld. An der Grenze des Ruhrgebietes, des eben noch bedrohten Herzens Deutschlands, will die Jugend der Arbeit sich ihr Treffen geben. Wo die ungezählten Schlote als das Wahrzeichen der Werte schaffenden Arbeit in das Land grüßen, wo der Pulsschlag des Wirtschaftslebens jedem fühlbar wird, da wird die arbeitende Jugend ein neues Bekenntnis ablegen: wir wollen die freie Arbeit, ihr gilt unser Kampf. Bielefeld mit seiner starken einigen Arbeiterbewegung ist der rechte Platz für ein solches Bekenntnis. Diese Stadt ist aber auch der Ort, der, wie kaum ein anderer, für ein Treuegelöbnis der jungen Generation der Arbeiterschaft zur jungen demokratischen Republik geeignet ist. Auf derselben Sparenburg, auf der am 18. Juni 1897 Wilhelm der Letzte u. a. die Worte vom ‚Schutz der nationalen Arbeit‘ und der ‚Zurückweisung jeder Umsturzbewegung‘ sprach, werden am Sonnabend nachmittag die roten Banner und die schwarz-rot-goldenen Farben der Republik, von der Arbeiterjugend als Festgruß gehißt, stolz die Sonne grüßen. Am Abend wird die Jugend an der gleichen Stelle bei den Feiern im Fackelschein beweisen, daß die Idee einer neuen Gemeinschaft schon so tiefe Wurzeln geschlagen hat in Tausend und aber tausend jungen Herzen, daß sie selbst durch den stärksten Sturm nicht mehr zerrissen werden kann. Am schönsten wird sich das neue Gemeinschaftsleben unserer Jugend sicher am Sonnabend auf den Spielwiesen vor der Stadt offenbaren."

Im folgenden Jahre sollte es durch den Zusammenschluss der SPD mit dem größten Teil der verbliebenen USPD auch zur Vereinigung ihrer Jugendorganisationen, des VAJV mit der Sozialistischen Proletarierjugend (SPJ) der USPD kommen, am 29. Oktober 1922 zur Sozialistischen Arbeiter-Jugend (SAJ). Ollenhauer wurde Sekretär der SAJ, 1928 sogar deren Vorsitzender.

Eine Auftaktveranstaltung mit Marie Juchacz

Der Reichsjugendtag fand zwischen dem 29. Juli und dem 1. August 1921 in Bielefeld statt - mit dem zeitlichen Schwerpunkt am 30./ 31. Juli. Bereits am 28. Juli - ab 20.00 Uhr - lud eine markante Auftaktveranstaltung in der Zentralhalle am Kesselbrink mit 1.000 Besuchern ein - "trotz tropischer Glut". Die sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Marie Juchacz (1879-1956) sprach über das Thema "Die Not Deutschlands und die Sozialdemokratie". Sie gilt als herausragende Frauenrechtlerin. Unter ihrer Leitung wurde am 13. Dezember 1919 die Arbeiterwohlfahrt gegründet. Nach der Einführung des passiven Wahlrechts für Frauen hielt sie am 19. Februar 1919 in der Weimarer Nationalversammlung als erste Frau eine Rede. Drei Hauptthemen beherrschten ihre Ausführungen am Abend des 28. Juli: die Verhinderung jeglicher Kriege in der Zukunft, die Zersplitterung der SPD und das politische Engagement der Frauen. Die Novemberrevolution von 1918 hätte die Illusion wachsen lassen, dass die "Sozialdemokratie in der Lage" sei, "von heute auf morgen das Paradies auf Erden" zaubern zu können. Das hätte zwangsläufig zu Enttäuschungen führen müssen, so Marie Juchacz. Um die "politische Zerklüftung des deutschen Volkes" und die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages von Versailles zu überwinden und zu bewältigen, müsse sich das Volk einig sein, "daß es jetzt die Folgen des hohenzollernschen Systems zu tragen" habe. "Doch nirgends in der Welt" sei "die Parteienzersplitterung so groß, wie in unserem Vaterlande". Die Erneuerung Deutschlands sei nur in der Demokratie möglich. "Nie wieder Krieg" sei die Parole der sozialistischen Arbeiterschaft, so Juchacz weiter. Hoher Gegenwarts- und Zukunftssinn liege darin. Marie Juchacz forderte: "Möge die Arbeiterschaft der Welt sich klar werden, wie notwendig es ist, sich in diesem Gedanken zu vereinigen. Nie wieder darf es sein, daß internationale Chauvinisten die Arbeiter aufeinanderhetzen. Denn die Arbeiterschaft der Welt hat gemeinsame Ziele. Ziele, die Opfer wert sind! Auf daß endlich die Arbeit aller Menschen Gemeingut werde und sie so zum Glück aller werde." Zum Schluss wendete sich die "Genossin Juchacz" besonders an die Frauen und betonte, dass in erster Linie die Frauen gute Sozialisten sein müssten. Denn gerade ihre besonderen Aufgaben in der Gesellschaft machten sie in hohem Maße verantwortlich für die Gestaltung der politischen Verhältnisse. Die Frau müsse tatkräftiger als bisher sich zur Mitarbeit erziehen, um "so heran zu reifen zur Kameradin des Mannes und auf das sie so werde wie sie die Zeit des Sozialismus brauche." Langanhaltender Beifall belohnte ihre Ausführungen.

Der erste Tag

Am Freitag, dem 29. Juli 1921, entfaltete sich ein ganzer Fächer von Veranstaltungen: mittags versammelten sich die "Redakteure der Jugendblätter" im kleinen Saal der "Zentralhalle", um neue Konzepte für Publikationen zu diskutieren. Nachmittags fand um 15.00 Uhr die "erste Reichskonferenz der Arbeiterjugend" auf der "Berglust" - unterhalb der Sparrenburg - statt. Diese Tagung wurde als eine der "ernstesten Sitzungen" der Arbeiterjugend überhaupt bezeichnet. Sie stellte praktisch den Zusammenschluss aller regionalen Arbeiterjugend-Vereine dar. Um 20.00 Uhr ging es in einer großen Versammlung in der Zentralhalle um die Bannung weiterer Kriege. Es sprach der sozialdemokratische Reichstagspräsident Paul Löbe (1875-1967) und stellte die "Jungsozialisten-Bewegung" als das "Morgenrot einer besseren glücklicheren Zukunft" dar. Richtig gehende Begeisterung lösten die Ausführungen des holländischen Sozialisten Voogt aus Amsterdam aus: bei einem Besuch des Sennefriedhofes hatte er Gräber von ausländischen Soldaten gefunden, die im Bielefelder Lazarett gepflegt und gestorben seien. Hier könnten sie "friedvoll" mit deutschen Gefallenen liegen. Doch eigentlich sollten sie im Leben friedlich miteinander umgehen, nicht nur im Tode. Deshalb "Nie wieder Krieg!" so seine Losung.

Der zweite Tag

Am Samstag, dem 30. Juli, fanden vormittags im "Palastheater" Lichtbilder-Vorführungen über das "Teutoburger-Weser-Bergland" statt. Nachmittags um 17.30 Uhr gab es eine Friedenskundgebung auf dem Kesselbrink mit der allgemeinen Forderung "Nie wieder Krieg!". Danach schloss sich ein Festzug "zum Ausmarsch durch die Stadt" an. Es ging zu den Rasenplätzen an der Sparrenburg. Dort führten regionale Arbeiterjugend-Vereine schwungvolle Tänze auf. Andere organisierten heitere Spiele. Gegen 22.00 Uhr begeisterte ein Feuerwerk mit "Raketen und Leuchtkugeln" die jugendlichen Gäste. Die Sparrenburg war zusätzlich "in bengalische Beleuchtung" getaucht. Ein Fackelzug führte alle Anwesenden "durch die Straßen der Stadt zum Schillerplatz" zurück. Mit dem "Absingen gemeinschaftlicher Lieder" endete der ereignisreiche Tag.

Der dritte Tag

Am Sonntag, dem 31. Juli, gab es vormittags auf den "städtischen Spielwiesen der Ochsenheide" wiederum Spiele und Tänze. Nachmittags um 14.30 Uhr fand auf dem Kesselbrink eine weitere große Friedens-Kundgebung statt. In der "Volkswacht" findet sich folgender Aufruf dazu: "Friedenskundgebung! Sonntagnachmittag zwei ein halb Uhr, auf dem Kesselbrink. Diese Kundgebung muss sich zu einer wuchtigen Demonstration für den Frieden gestalten. Nie wieder Krieg! Gegen die Völkerverhetzung! Einen Massenbesuch erwartet die sozialdemokratische Parteileitung." Die Redner stammten aus halb Europa: "Voogd und Vorrink aus Holland, Christiansen aus Dänemark, Erickson aus Schweden, Hoyaux aus Belgien, Schulz aus Berlin und Carl Schreck aus Bielefeld." Im Anschluss daran führte ein "gemeinsamer Spaziergang nach den städtischen Waldwiesen" mit "Aufführungen des Jungvolks".

Der vierte Tag

Am Montag, dem 1. August, erörterte eine "Reichsjugendkonferenz" auf der "Berglust" die Ergebnisse des Reichsjugendtages. Für Interessierte bot sich die Gelegenheit zu Wanderfahrten in das Teutoburger Weser-Bergland: Carl Schreck, der Begründer der "Naturfreunde-Bewegung" hatte einen Rundgang durch die Stadt und Halbtages-Ausflüge zur Hünenburg, zum "Eisernen Anton" und zum Sennefriedhof ausgearbeitet und in der "Volkswacht vom 30. Juli 1921" veröffentlicht: "Rundgang durch die Stadt: Schillerplatz/ Rathaus und Stadttheater/ Alter Markt/ Fachwerkhäuser/ Spiegelscher Hof/ Altstädter Kirche/ Leineweberbrunnen/ Neustädter Kirche/ Landgericht/ Handwerker- und Kunstgewerbeschule/ Umformerstation des Elektrizitätswerkes/ Synagoge/ mehrere Schulen und Banken/ schmiedeeiserne Brunnen/ Badeanstalten an der Gütersloher Straße und am Hallerweg/ Schwimmbad in Schildesche/ Luftbad/ gewaltiger Bau der ‚Volkswacht‘/ die ‚Eisenhütte‘, das Empfangslokal zum Jugendtag/ die ausgedehnten Anlagen des Konsumvereins mit dem Verwaltungsgebäude und dem Zentrallager/ die ‚Freie Scholle‘ mit ihren Wohnanlagen/ Ulmenallee mit Sparenburg/ unterirdische Gänge/ die ‚Berglust‘/ die Anstalt Bethel/ der Johannisberg mit der Schützengesellschaft/ die ‚Johannislust‘/ die ‚Ochsenheide‘ mit zwei großen und zwei kleinen Waldwiesen, die als Spiel- und Tummelplätze dem Jungvolk dienen/ Bauernhausmuseum/ Meierhof Olderdissen mit dem Johannistal/ Kahler Berg mit der Volkssternwarte/ botanischer Garten. Halbtagesausflüge: 1) vom Fuße des Johannisberges aus an der ‚Ochsenheide‘ vorüber nach dem ‚Waldfrieden‘. Von dort nach ‚Peter auf‘m Berge‘ bzw. ‚Quellental‘. Ueber die Höhe dann zur ‚Hünenburg‘ mit Ausblick auf die Berge und die Senne. Hinab nach ‚Zweischlingen‘ und durch den ‚Godesberg‘ nach Bielefeld.

2) von der Sparenburg über den Höhenweg, an vielen Gartenlokalen und dem Sanatorium vorüber, zum ‚eisernen Anton‘. Einige 100 m zurück und hinab zum ‚stillen Frieden‘. Dann an einem Waldgrundstück der Metallarbeiter vorüber durch die ‚Sieker Schweiz‘ zur Endstation der Straßenbahn, die nach Bielefeld fährt.

3) Fahrt mit der ‚Elektrischen‘ durch Brackwede zum Sennefriedhof. Im stillen Heidegelände, im Nordosten überragt von den waldbedeckten Höhenzügen, ist der Friedhof von der Stadt angelegt worden. Eine Begräbnishalle mit mächtiger Kuppel und künstlerischem Relief steht oberhalb der Gräber, die einzeln oder in kleinen Feldern inmitten kurzstämmiger Nadelhölzer liegen. Der Friedhof gehört zu den würdigsten derartigen Anlagen in Deutschland." Soweit die Ausflugs- und Wandervorschläge zum "Reichsjugendtag" vom Bielefelder "SPD-Urgestein" Carl Schreck. Beim Schuhgeschäft "Hesse" wurden speziell dazu Tourenstiefel der Marke "Wandervogel" angeboten. Sie kosteten allerdings 195 Mark - bei einem durchschnittlichen damaligen Monatslohn von 137 Mark.

Bürgerliche "Nicklichkeiten"

Die bürgerliche Tagespresse berichtete mehrfach über den "Reichsjugendtag". Während allerdings die sozialdemokratische "Volkswacht" immer vom "Kesselbrink" als Veranstaltungsort sprach, beharrten die konservativen Medien stets auf dem Namen "Kaiser-Wilhelm-Platz". Wegen des Aufziehens von schwarz-rot-goldenen Fahnen vor Fabrikgebäuden und des eigenmächtigen Verlassens ihrer Arbeitsplätze, um am "Reichsjugendtag" teilzunehmen, sperrte der Bielefelder Metall-Arbeitgeberverband 9.000 Arbeiter aus - zunächst für 24 Stunden.

Nebenbei bemerkt: Erich Ollenhauer sollte nach Jahrzehnten noch einmal nach Bielefeld kommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg forderte er zweimal Konrad Adenauer bei der Bundestagswahl heraus - im September 1953 und im März 1957 - unterlag aber beide Male. In dem Zusammenhang hielt er 1957 eine zündende Rede vor mehr als 10.000 Besuchern auf der Radrennbahn.

Der "Reichsjugendtag" Ende Juli 1921 in Bielefeld galt als Gemeinschaft stiftend sowie wohl geordnet und diszipliniert durchgeführt. Dies beeindruckte sogar die katholisch-konservative Bielefelder Tageszeitung "Der Turm": "daran solle man sich ein Beispiel nehmen".

"Willenskundgebungen der Jungsozialisten

Die Kieler Leitsätze

Die Jungsozialistentagung vom 1. Januar 1921 in Kiel stellt folgende Leitsätze der gesamten Bewegung Deutschlands als vorläufig von ihr gefundenen Willensausdruck zur Aussprache:

1) Die den Arbeiterjugendvereinen entwachsenden Parteigenossinnen und -genossen können ihrer ganzen seelischen Einstellung nach nicht ohne weiteres den Schritt zur allgemeinen Arbeiterbewegung machen, denn diese ist in ihrem inneren und äußeren Leben so einseitig verstandesmäßig und materialistisch gerichtet, daß sie die in der Jugend vorhandenen und durch den Krieg neubelebten irrationalen Regungen nicht befriedigen kann. Daher schließen sie sich zu besonderen jungsozialistischen Gemeinschaften innerhalb der Partei zusammen, ohne zu verkennen, daß auch ihr Wirken der einigen Partei und den Gewerkschaften als den eigentlichen Kampfgemeinschaften des Proletariats gilt, die sie mit neuem Leben füllen und zu höherer sozialistischer Tatkraft führen wollen.

2) Die Jungsozialisten wollen ihr Leben in Aufrichtigkeit und Verantwortlichkeit vor sich und der Gemeinschaft gestalten. Daraus entnehmen sie auch die Verpflichtung, mit besonderer Eindringlichkeit sich der Erinnerung wissenschaftlicher Erkenntnis des Sozialismus zu widmen.

3) Aus den jungsozialistischen Gemeinschaften sollen Menschen hervorgehen, die sich ständig bewußt bleiben, daß der Sozialismus erst mit der Beseitigung des wirtschaftlichen Kapitalismus möglich wird, die jedoch in sich die Kulturidee des Sozialismus ständig rein erhalten und unter Einsetzung ihrer ganzen Persönlichkeit um sich verbreiten."

zitiert aus: Zentralbildungsausschuß der sozialdemokratischen Partei Deutschlands (hg, Jungsozialismus - Festschrift zur Bielefelder Jungsozialisten-Tagung am 29. Juli 1921. Berlin 1921 Seite 27f.

Abbildungsnachweis "Reichsjugendtag" Bielefeld 1921
Zusammengestellt von Joachim Wibbing

Eine zeitgenössische Ansichtskarte warb für den "Reichsjugendtag" 1921 in Bielefeld. (Sammlung Wibbing)

Die "Eisenhütte" - das Zentrum der Metallarbeiter-Gewerkschaft in Bielefeld - war das "Empfangslokal" für die Gäste des "Reichsjugendtages". (Sammlung Wibbing)

Ein Blick in die Gaststube der "Eisenhütte" in Bielefeld: hier kamen die Gäste des "Reichsjugendtages" an. (Sammlung Wibbing)

Am Abend des 30. Juli 1921 erlebten die Gäste des "Reichsjugendtages" ein imposantes Höhen-Feuerwerk an der Sparrenburg in Verbindung mit einer "bengalischen Beleuchtung". (Sammlung Wibbing)

Eine Vorführung auf der "Spielwiese" anlässlich des "Reichsjugendtages" 1921 (Stadtarchiv Bielefeld)

Aufmerksame Zuschauer auf der "Spielwiese" beim "Reichsjugendtag" 1921 (Stadtarchiv Bielefeld

Aufführung vom Stück "Aufbruch" beim "Reichsjugendtag" 1921 (Stadtarchiv Bielefeld)

Aufführung vom Stück "Aufbruch" beim "Reichsjugendtag" 1921 (Stadtarchiv Bielefeld)

"Gemeinsame Höhenflüge" mit Hilfe einer Decke beim "Reichsjugendtag" 1921 (Stadtarchiv Bielefeld)

"Volkstanz" beim "Reichsjugendtag" 1921 (Stadtarchiv Bielefeld)

Friedenskundgebung auf dem Kesselbrink oder dem "Kaiser-Wilhelm-Platz" beim "Reichsjugendtag" 1921: im Hintergrund ist das damalige Landratsamt zu erkennen. (Stadtarchiv Bielefeld)

Kundgebung auf dem Kesselbrink beim "Reichsjugendtag" 1921 (Stadtarchiv Bielefeld)

SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung wählt neuen Vorstand

Torsten Schätz leitet ab sofort die Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD in Bielefeld. Auf der Jahreshauptversammlung wählten ihn die Delegierten einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Der Leiter der Martin-Niemöller-Gesamtschule ist auch Mitglied im Bielefelder Parteivorstand. Die AG-Bildung der SPD soll unter anderem Impulse für die kommunalpolitische und landespolitische Bildungspolitik setzen. Als Stellvertreter stehen ihm der Erzieher Daniel Schenk sowie der ehemalige Gesamtschullehrer und Gewerkschafter Bernd Bretthauer-Aue zur Seite. Den erweiterten Vorstand komplettieren die Ratsfrau Ayla Avvuran, der schulpolitische Sprecher der Ratsfraktion, Frederik Suchla sowie Detlef Jürgens, Tassilo Knauf und Jesco von Kuczowski. Torsten Schätz folgt als Vorsitzender auf Thomas Wandersleb, der nicht erneut für den Vorstand kandidierte. Er dankte seinem Vorgänger für seinen engagierten Einsatz und vor allem dafür, die AG-Bildung vor einigen Jahren wieder ins Leben gerufen zu haben. Neben den Vorstandswahlen wurden Schätz, Avvuran, Bretthauer-Aue und Suchla zu Delegierten für die Landesdelegiertenkonferenz gewählt.







Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD Bielefeld

Ursula Bitzegeio • 24. August 2021

Die Sozialdemokratie solle mehr Geschichte wagen. Davon war der Historiker Thomas Welskopp überzeugt. Nun ist der Beobachter und Analytiker der Arbeiter*innenbewegung im Alter von 59 Jahren gestorben.

Die historisch-politische Arbeit der Sozialdemokratie und ihrer Bewegungen lebt seit über 150 Jahren nicht nur von der Würdigung ihrer Stars oder der Erzählung ihrer Stürme, Gesänge und Erfolge. Sie lebt von der kritischen Selbstreflexion und der besonderen Sensibilität ihrer Erzähler*innen. Ein besonderer Beobachter und Analytiker der Arbeiter*innenbewegung ist der Historiker Thomas Welskopp, der geschichtswissenschaftlich und persönlich immer wieder gute Gründe gefunden hat, ihr seine ungeteilte wissenschaftliche Aufmerksamkeit zu schenken.

Der Geschichte "schonungslos öffnen"

In einer von ihm selten gewählten Textsorte einer geschichtspolitischen Empfehlung schreibt er der Sozialdemokratie ins Stammbuch, dass sie ihrer schwindenden gesellschaftspolitischen Akzeptanz des 21. Jahrhunderts mit einem "Mehr" an Geschichte begegnen solle, um aus einer "Walhalla angestaubter Mythen" heraus und in die kritische Auseinandersetzung mit der Tradition, deren Kontinuitäten und epochalen Brüche einzutreten. Denn für ihn speist sich die angemessene Berücksichtigung ihrer Historie in Forschung, Kultur und Politik unbedingt und nach wie vor aus ihren progressiven Anfängen: Die Soziale Demokratie steht für gesellschaftliche Emanzipation, die Interessenvertretung derjenigen, die für die Gesellschaft arbeiten, für politische Aktivität der "einfachen Leute", für Gerechtigkeit und Humanität. Sie habe widersprüchliche Charaktere hervorgebracht, die vielfach "eckig" waren, aber auch Inspiration für politische Weiterentwicklung.

In der historischen Bilanzierung stehen demgegenüber die "Zahl der politischen Irrtümer und Fehler", die im "angestaubten Erinnerungsbestand" der Sozialdemokratie ausgeblendet oder im "retrospektiv historisch Feindbild" polemisiert werden. Die Geschichte der Sozialen Demokratie und ihrer Bewegungen sollte sich ihrer Geschichte "schonungslos öffnen", ohne "falsche Nostalgie und ohne Scheuklappen", für Welskopp ist sie "bewegt und farbig, mit vielen überraschenden Facetten - und durchaus hin und wieder mit Anlass für Stolz".

Experte, Freund, Verbündeter

Thomas Welskopp selbst hat in seinen sozial-, intellektuell- und kulturgeschichtlichen Forschungen zur Geschichte der Arbeiter*innenbewegung, zu transatlantischen Bündnissen und Lebenswelten der Arbeitenden immer wieder wissenschaftliche Angebote gemacht, damit nachwachsende Erzähler*innen ihre Arbeit mit der nötigen theoretisch reflektierten Tiefenschärfung aufnehmen können. In seinen Studien und Wortmeldungen erklärt er komplizierte historische Situationen mit großer gedanklicher Sorgfalt, mit Witz und mit einer komplexen, aber nie unverständlichen Sprache - viele Texte sind längst zu einem prominenten Bestandteil der Historiografie der Geschichte der Arbeiter*innenbewegung geworden.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung verliert mit Thomas Welskopp einen herausragenden Experten, engen Freund und Verbündeten für ihre historische Arbeit. So erschien seine Habilitationsschrift "Das Banner der Brüderlichkeit. Die deutsche Sozialdemokratie zwischen Vormärz und Sozialistengesetz" in der von der FES herausgegebenen Reihe Politik- und Gesellschaftsgeschichte (PGG), er schrieb regelmäßig Beiträge für das Archiv für Sozialgeschichte und übernahm auf zahlreichen Fachtagungen des Archivs der sozialen Demokratie ganz unterschiedliche Rollen, vom Keynote-Speaker bis zum Kommentator, der immer pointiert, aber nie persönlich verletzend zuspitzte. Daneben hat er sich über viele Jahre in der Studienförderung als Vertrauensdozent engagiert, da ihm Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit eine Herzensangelegenheit waren. Wir haben ihn als äußerst liebenswerten und zugewandten Menschen erlebt und werden ihn sehr vermissen.

Professor Dr. Thomas Welskopp starb am 19. August 2021 mit nur 59 Jahren an den Folgen einer schweren Erkrankung.

Die Zitate von Thomas Welskopp stammen aus: Ders., Mehr Geschichte - aber ohne falsche Nostalgie. Zu Norbert Seitz, Vorsicht Dino-Falle!, in: Berliner Republik 1/2013, S. 90 f.

Thomas Welskopp, Das Banner der Brüderlichkeit. Die deutsche Sozialdemokratie zwischen Vormärz und Sozialistengesetz (Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Reihe Politik- und Gesellschaftsgeschichte, Bd. 54), Bonn 2000 (zugl. Habilschrift FU Berlin, 1999).

Der Text erschien zuerst auf der Seite der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Bild: Wiebke, Markus und Anja im Teuto
Zusammen mit Wiebke Esdar haben der Sprecher und die Sprecherin des Arbeitskreises Umwelt & Klimaschutz der SPD - Markus Link und Anja Bonte - sich ein Bild von der Situation vor Ort gemacht.

Lange Trockenperioden haben dem Bielefelder Wald zu schaffen gemacht. Wer in diesen Tagen Spaziergänge durch den Teutoburger Wald macht oder an ihm vorbeifährt, sieht viele kahle Stellen und große Bereiche mit vertrockneten und abgestorbenen Bäumen. Dabei ist der "Östliche Teutoburger Wald" als Heimat von seltenen und zum Teil gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, wie Schwarzspecht, Uhu, Zauneidechse, Violetter Sommerwurz und Purpur-Knabenkraut als Natura 2000 Schutzgebiet ausgewiesen und nach Angaben des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen als "unverzichtbare ‚Drehscheibe‘ im Biotopverbund ausgedehnter, historisch alter Waldbereiche in Nordwestdeutschland" aufgeführt. Der Erhalt und die Entwicklung des Waldes, insbesondere eine Umwandlung von Nadelwald in Buchenwald sind ausdrückliche Ziele des Natura 2000 Gebietes.

Neben der Heimat für Tiere und Pflanzen ist der Wald auch ein wichtiger CO2-Speicher und damit ein bedeutender Mitspieler im Kampf gegen den Klimawandel. Eine Wiederaufforstung der kahlen Waldbereiche mit Bäumen, die an die Klimabedingungen vor Ort angepasst sind, ist unverzichtbar. Gemeinsam mit Wiebke Esdar rufen der Sprecher und die Sprecherin des Arbeitskreises Umwelt & Klimaschutz daher dazu auf, die Pflanzaktion Baum der Klimawoche Bielefeld durch Spenden zu unterstützen. Die Klimawoche findet vom 18. - 26. September statt. Nähere Informationen dazu finden sich auf der Webseite der Klimawoche Bielefeld:

https://klimawoche-bielefeld.de/pflanzaktion-baum/

Liebe Bielefelder*innen,





nicht erst seit der Corona-Krise ist der Ausbildungsmarkt in einer schwierigen Situation. Bei den jährlich abgeschlossenen Ausbildungsverträgen gibt es einen deutlichen Rückgang, gleichzeitig gingen bei der Suche nach einer dualen Ausbildung viele junge Menschen leer aus. Oftmals fallen diese jungen Menschen durch das Raster und rutschen in eine dauerhafte Arbeitslosigkeit. Die SPD hat sich auf Bundesebene und auch im Bielefelder Stadtrat stark mit dem Thema auseinandergesetzt und Konzepte erarbeitet.

Daher laden wir Euch ein zu der Diskussionsveranstaltung:

"Der Ausbildungspakt für Bielefeld kommt" am 11.08.2021 von 18:00-19:00 Uhr als Online-Veranstaltung.

Mit dem Bielefelder Ausbildungspakt streben wir eine Ausbildungsgarantie an. Mit einer Reihe von Fachexpert*innen und in enger Abstimmung mit den Gewerkschaften entstand die Idee eines jährlichen Ausbildungsfond in Höhe von 2 Millionen Euro sollen Förderlücken geschlossen werden und Unversorgte angesprochen werden. Jeder Euro, der in die Hand genommen wird, zahlt sich mehrfach wieder aus.

Anmelden könnt Ihr Euch unter folgendem Anmeldelink:

Anmelden

Unsere Bundestagsabgeordnete Dr. Wiebke Esdar, die stellv. Fraktionsvorsitzende der SPD-Ratsfraktion Regine Weißenfeld und unser sachkundiger Bürger im Sozial- und Gesundheitsausschuss Felix Eggersglüß freuen sich über Ihre Teilnahme!

von Felix Eggersglüß und Markus Kollmeier





Weltweit als Erfolgsmodell gefeiert, aber aktuell schwer angeschlagen: Bundesweit und vor Ort - wie bei uns in Bielefeld - steckt die duale Ausbildung in einer schweren Krise. Damit duale Ausbildung, diese unschlagbare Kombination aus Theorie und Praxis, nicht zum Auslaufmodell wird, braucht es große Kraftanstrengungen. Von der Möglichkeit einer beruflichen, dualen Erstausbildung sind die Lebenschancen vieler Menschen abhängig. Und umgekehrt haben wir zukünftig einen hohen Fachkräftebedarf. Gerade für "Gute Arbeit der Zukunft" brauchen wir top qualifizierte Beschäftige in Bielefeld. Deshalb haben wir uns als Bielefelder SPD-Ratsfraktion hier inhaltlich vertieft: mit einer Reihe Fachexpert:innen und in enger Abstimmung mit den DGB-Gewerkschaften. Das Ergebnis ist ein lokaler Handlungsplan: unser Bielefelder Ausbildungspakt! Nach Abstimmungen in unserer rot-grün-roten Stadtratskoalition bringen wir diesen jetzt auf den Weg. Wir handeln konkret - aber brauchen bei der Bundestagswahl noch ordentlichen Rückenwind: Durch gute Lösungen für eine solidarische Ausbildungsgarantie, wie sie Gewerkschaften und SPD fordern!

Ausbruch aus der Sackgasse: Probleme erfassen, um Ausbildungsmarkt zu beleben!

Die Krise auf dem Ausbildungsmarkt ist gravierend. Bundesweit gibt es einen deutlichen Rückgang bei den jährlich abgeschlossenen Ausbildungsverträgen: Während es 2011 noch knapp 570.000 neue Azubis waren, sind es 2019 nur noch ca. 525.000 gewesen. Und im Corona-Jahr 2020 ist die Zahl auf weit unter 500.000 gefallen. Die Ausbildungsquote ist ebenfalls zurückgegangen: Nach bundesweiten Zahlen der Bertelsmann-Stiftung von insgesamt 6,5% Azubis an der Gesamtbeschäftigtenzahl in 2007 auf nur noch 4,8% in 2018 - Corona noch außen vor! Und jüngst hat die Bertelsmann-Stiftung erst ermittelt, dass nur noch 20% der Betriebe auch Ausbildungsbetriebe sind.

Wenn alle anderen jungen Menschen stattdessen eine gleichwertige, z.B. akademische Ausbildung absolvieren würden, wäre das Problem ein anderes. Doch dies ist leider nicht der Fall: Schon in den letzten, wirtschaftlich guten Jahren gingen allein in NRW über 20.000 junge Menschen bei der Suche nach einer dualen Ausbildung leer aus - jedes Jahr die Größenordnung einer Kleinstadt! Das hat schon vor der Corona-Krise dazu geführt, dass sich in den allermeisten Kreisen und kreisfreien Städten Tausende junge Menschen (unter 25 Jahre alt) zusammenrechnen lassen, die keine Berufsausbildung gemacht haben. Weitgehend ausgeblendet von den gängigen Statistiken! Diese jungen Menschen halten sich mit ungelernten Tätigkeiten oder Gelegenheitsjobs über Wasser. Das SPD-geführte Bundesarbeitsministerium hat bereits 2015 analysiert, dass es eine wachsende Zahl (damals geschätzt 50 -100.000) Jugendlicher gibt, die durch kein Gesetz mehr erreichbar sind, und Unterstützung durch Jobcenter und Jugendämter gemeinsam finanzierten Projekte nach § 16h SGB II erhalten. In der Pandemie wird nach Expertenmeinung die Zahl dieser Jugendlichen sich verdoppelt haben. Sie rutschen oft dauerhaft in die Arbeitslosigkeit ab. Oder sie sind stark eingebunden in familiäre Care-Arbeit, häufig überbelastet damit - was leider häufiger für junge, teils alleinerziehende Frauen gilt. Diese Tausenden jungen Menschen können ihr eigenes, berufliches Potenzial kaum entwickeln. Hinzu kommt: aus volkswirtschaftlicher Sicht wären sie genau die Fachkräfte, die wir zukünftig so dringend brauchen - gerade aufgrund der demografischen und technologischen Umbrüche!

Die Corona-Krise hat die Probleme massiv verschärft. Weitere Ausbildungsstellen sind weggebrochen - andere blieben unbesetzt. Es gibt große Image- und Attraktivitätsprobleme bei freien Ausbildungsstellen - auch für die duale Ausbildung insgesamt. Die jungen Menschen stimmen mit den Füßen ab, entscheiden sich aktuell häufig gegen so einen Weg. Aber eine gute duale Ausbildung würde ihnen die besten Zukunftschancen bieten. Deshalb ist es höchste Zeit, die Probleme bei den Wurzeln zu packen. In Bielefeld haben wir den Anfang gemacht.

Vor Ort - in ihren Vierteln, auf ihren Plätzen und zu Hause müssen Jugendliche und junge Menschen gezielt angesprochen werden. Viele Heranwachsende sind seit Beginn der Corona-Pandemie nicht nur unversorgt mit Ausbildungsplätzen. Die Zukunftsängste sind gewachsen, verbunden auch mit höherer psychischer Anfälligkeit. Ausgleich und Freizeitangebote waren seit Frühjahr 2020 Mangelware. Probleme haben sich aufgestaut. Dass eine Ausbildung oder berufliche Tätigkeit fehlt, ist ein zentrales Problem - unter vielen. Aber der Weg in eine duale Ausbildung würde für die Betroffenen viele Probleme lösen und Chancen bieten. In diese Kerbe stößt unser "Bielefelder Ausbildungspakt". Alters-, geschlechter- und vielfaltssensibel können wichtige zusätzliche Angebote gemacht werden. Ganz konkret wird er zusätzliche Ausbildungsstellen besetzen.

Jährlicher Bielefelder Ausbildungsreport: Weil es bisher an guten Daten fehlt!

Wer sich mit den zugänglichen Rahmendaten eines (lokalen) Ausbildungsmarkts auseinandersetzt, stößt immer auf den Vergleich zwischen ausgeschriebenen Ausbildungsstellen und gemeldeten Bewerber:innen. In Bielefeld und anderswo sind die Zahlen der Bewerber:innen in den letzten zwei Jahren stärker gesunken als die der Ausbildungsstellen. Eine einfache, arbeitgebernahe Analyse kann sich hiermit begnügen: "Es sind doch mehr Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber da. Die Unternehmen und die Ausbildungsstellen können also nicht das Problem sein!" - heißt es von vielen. Aber weder sind die Studierendenzahlen zuletzt durch die Decke gegangen - noch sind die Schulabsolvent:innen plötzlich stark gesunken. Die jungen Menschen, die eine Berufsausbildung brauchen, sind weiterhin da! Aber sie sind nicht stimmig von den gängigen Zahlen des Ausbildungsmarktes erfasst, da diese nur von Arbeitsagentur und Jobcenter erfasste Bewerber*innen ausweist. Da aber der Kontakt wegen der Pandemie und der Bearbeitung von Kurzarbeitergeld vielfach fehlte, sind erheblich weniger Bewerber*innen ausgewiesen. Das ist ein großes Problem. Deshalb lassen wir jetzt erstmals einen jährlichen Bielefelder Ausbildungsreport erstellen. Dieser soll u.a. gemeinsam mit den Gewerkschaften, Kammern und den Arbeitgeber:innen erarbeitet werden. Auf Basis der Schulabgänger:innen sollen dort die Anforderungen junger Menschen an Berufsausbildung erfasst werden - im Vergleich zu den Rahmenbedingungen des lokalen Ausbildungsmarktes, also dessen sehr unterschiedlichen Bedingungen. Auch die Zukunftsprognosen für den Bielefelder Arbeitsmarkt sollen dabei berücksichtigt werden: z.B. Umbrüche durch Demografie, Digitalisierung und ökologischen Umbau. Mit dem Bielefelder Ausbildungsreport wird für uns eine wertvolle Handlungsgrundlage geschaffen: Um die duale Ausbildung wieder attraktiv zu machen für alle, die wir dafür gewinnen können.

Bielefelder Ausbildungspakt: Regelmäßig allen an den Tisch holen!

Wir schaffen nicht nur eine ehrliche Bestandsaufnahme, sondern auch eine bessere Handlungsbasis: Damit greifen wir den wichtigen Impuls unseres SPD-Oberbürgermeisters Pit Clausen auf, der den jährlichen "Bielefelder Ausbildungsgipfel" eingeführt hat. Beschlossen ist jetzt, dass dieser zu einem Bielefelder Ausbildungspakt ausgebaut wird. Regelmäßig wird der Oberbürgermeister hierfür alle Beteiligten zur Beratung zusammenrufen: Arbeitgeber- und Gewerkschaftsseite, aber auch gesellschaftliche Akteur:innen wie Beratungslehrer:innen der Schulen, Eltern- und Schüler:innenvertretungen. Ziel ist es, Maßnahmen miteinander abzustimmen - natürlich auf der Basis der besseren Daten. Die Idee: Wenn an z.B. den allgemeinbildenden Schulen mit Förderprogrammen die Berufswahlorientierung für das Handwerk gestärkt wird - dann bieten sich für das Handwerk vielleicht neue Anknüpfungspunkte, z.B. für Schulkooperationen und die Auswahl von neuen, zusätzlichen Azubis.

Bielefelder Ausbildungsfonds: Berufsbildung ist teuer, aber zahlt sich mehrfach aus!

Wir sind fest davon überzeugt: Eine Stärkung der dualen Ausbildung, sogar eine Ausbildungsgarantie kann gelingen - aber nur dann, wenn wir alle in die Vollen gehen! Eben weil es um die Zukunft geht. Und weil sich jeder Euro mehrfach auszahlt, den wir in gute, praktische Berufsbildung investieren. Gerade in der Krise ist es für die Arbeitgeber:innen ein Kraftakt, die berufliche Ausbildung zu stabilisieren - oder sogar zu stärken. Deshalb ist es ein riesiger Erfolg der SPD im Bund, dass hohe Fördersummen an die Betriebe ausgezahlt werden, die ihr Ausbildungsniveau halten oder ausbauen. Aber wir werden auch als Stadt Bielefeld in die Vollen gehen: Mit einem eigenen, zusätzlichen Ausbildungsfonds. Dieser soll Förderlücken schließen, neue Ansprache-Möglichkeiten schaffen und ganz praktisch zusätzliche, anerkannte duale Ausbildungsplätze finanzieren. Die Verwaltung wird ein Konzept entwerfen, dass hierfür jährlich finanzielle Mittel von 2 Mio. Euro bereitstellt - inklusive eines angemessenen finanziellen Anteils aus dem städtischen Haushalt! Für uns ist das ein wichtiger Baustein für eine "Bielefelder Aufstiegsgesellschaft", die allen Perspektiven schafft - gerade für besondere Zielgruppen, wie z.B. Alleinerziehende.


Nächste Station: Solidarische Ausbildungsgarantie mit SPD-geführter Bundesregierung!

Wir stellen uns in Bielefeld der Verantwortung, allen jungen Menschen eine gute, berufliche Perspektive zu geben - und gleichzeitig echte Antworten für den zukünftigen Fachkräftebedarf zu finden. Aber kommunal sind dabei unsere Möglichkeiten begrenzt. Und die Unterstützung der schwarz-gelben NRW-Landesregierung hält sich leider in Grenzen. Deshalb ist es so wichtig, dass die SPD gestärkt aus der kommenden Bundestagswahl hervorgeht: Denn nur mit einer SPD-geführten Regierung kann es endlich den Rahmen für eine solidarische Ausbildungsgarantie geben: Wir müssen den Arbeitgeber:innen den Rücken stärken, die gut ausbilden oder dies gerne würden. Und andersherum braucht es endlich einen gesellschaftlichen Beitrag von Arbeitgeber:innen, die nicht ausbilden, aber zukünftig Fachkräfte "abgreifen" wollen. Aber uns geht es nicht nur um "Fachkräftesicherung". Wir wollen keinen (jungen) Menschen zurücklassen. Alle verdienen eine Chance auf eine gute berufliche Erstausbildung. Das ist der Schlüssel zur eigenen beruflichen Entfaltung - und zu einem selbstbestimmten Leben. Dafür kämpfen wir als Sozialdemokrat*innen auf allen Ebenen.

Über einen Zeitraum von etwa drei Jahren haben Politik, Verwaltung, Schulträger, Eltern und andere Expert*innen gemeinsam die neue ganzheitliche Schulentwicklungsplanung erarbeitet. Jetzt wird sie im Schulausschuss beraten. Aber was bedeutet das für die Bildungslandschaft in Bielefeld? Die wichtigsten Punkte des knapp 300 Seiten umfassenden Plans fassen wir hier für euch zusammen:

Ziele:

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Leitbild der Schulentwicklungsplanung ist Bildungsgerechtigkeit.
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Schulen des Gemeinsamen Lernens sowie Schulen mit hohen bildungsrelevanten Belastungen kommt daher besondere Unterstützung zu.
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Alle Maßnahmen der Schulentwicklungsplanung sollen vor allem gemeinsames Lernen, Heterogenität und ganztägiges Lernen fördern.

Bedarfsgerechter Ausbau der weiterführenden Schulen:

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Aus dem Anmeldeverhalten ergibt sich nach aktuellem Stand die Notwendigkeit, ein Angebot mit Abiturabschluss für zusätzlich zehn Schulzüge bis zum Schuljahr 2025/2026 zu schaffen.
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Die Planung ergibt daneben auch einen Bedarf von 2-3 Zügen an inklusiven Sek I-Angeboten. Gleichzeitig zeigt die Planung weiterhin eine hohe Anzahl von Schulwechseln nach der Erprobungsstufe vom Gymnasium auf andere Schulformen.
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Um diesen Bruch für Schüler*innen zu vermeiden, werden integrierte Systeme gestärkt.





Bildungscampus:

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Der Bildungscampus umfasst ein dreizügiges Gymnasium, ein integriertes System (4-zügige Gesamtschule oder 3-zügige Sekundarschule) sowie ein Förderzentrum für Inklusion.
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Beide Schulen sollen als Ganztagsschulen geplant werden und sowohl integrativ als auch inklusiv arbeiten.
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Das Förderzentrum soll unterstützen und helfen, Schulformwechsel zu vermeiden.

Gymnasien:

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Zur weiteren Deckung der durch die Schulentwicklungsplanung festgestellten Bedarfe an gymnasialer Bildung werden Erweiterungen an existierenden Gymnasien geprüft.
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Sollte eine Deckung der Bedarfe nicht durch Erweiterungen realisierbar sein, wird ein Standort für ein weiteres drei- bis vierzügiges Gymnasium gesucht.

Realschulen:

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Den Bedarfen an Realschulplätzen ist die Politik mit der Erweiterung der Zügigkeit der Getrud-Bäumer-Schule bereits nachgekommen.

Sekundarschulen:

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Die Sekundarschulen als Schulen des Gemeinsamen Lernens sollen weiter gestärkt werden.
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Die Raumbedarfe der aufwachsenden Sekundarschulen sollen schnell umgesetzt werden; hierbei soll das im Schulentwicklungsplan erarbeitete Raumkonzept angewandt und erprobt werden.

Ausbau rhythmisierter Ganztagsgrundschulen:

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Die bewährte Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern im Ganztag ist fortzuführen und weiterzuentwickeln.
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Es ist unser Ziel, in jedem Bezirk mindestens eine Grundschule mit gebundenem Ganztag und gemeinsamem Lernen zu verankern.
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Die drei neuen Grundschulen in Sieker, Gellershagen und Sennestadt sollen Schulen des Gemeinsamen Lernens mit rhythmisiertem Ganztag sein.

Unser Koalitions-Antrag

30.04.2021 10:54
#GEMA1NSAM FÜR RESPEKT.
Soziale Berufe aufwerten - das darf keine Phrase bleiben. Wir wollen umsetzen, was überfällig ist: bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal! Du willst auch den sozialen Berufen endlich den Stellenwert geben, den sie verdienen? Super! Gemeinsam schaffen wir echte Veränderung!

Drei Babys müssen gewickelt werden, während ein viertes schreit. Fürs Trösten bleibt dem Erzieher wenig Zeit, denn schon muss er in die Küche hechten, um das Mittagessen vorzubereiten. Eine Altenpflegerin hastet von Zimmer zu Zimmer, für jeden Handgriff sind nur wenige Sekunden eingeplant, für ein liebes Wort zwischendrin ist kaum noch Zeit. Gleichzeitig sorgen sich beide, wie sie am Ende des Monats ihre Rechnungen bezahlen sollen.

Respekt und Wertschätzung sehen anders aus. In den Krankenhäusern, in den Kitas, in den Altenpflegeeinrichtungen und an vielen anderen Orten halten die Beschäftigten in den sozialen Berufen den Laden am Laufen - und das nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie. Aber die Krise zeigt noch einmal deutlich:

Es besteht Handlungsbedarf! Wir wollen umsetzen, was überfällig ist: bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal!







@Colourbox

Wir wollen den sozialen Berufen endlich den Stellenwert geben, den sie verdienen. Mit der Union war das bisher nicht möglich. Denn wir finden: Es reicht kein Applaus aus und auch nicht, Berufe als "systemrelevant" zu bezeichnen. Wertschätzung muss sich im Arbeitsalltag und auch am Ende des Monats im Gehalt widerspiegeln! Aktuell betrifft das vor allem Frauen, die einen Großteil der Beschäftigten in den sozialen Berufen ausmachen. Die sozialen Berufe sollen spürbar aufgewertet werden und dafür haben wir einen klaren Plan.

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Wir wollen die Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Pflege schnell verbessern. Unser Ziel sind allgemeinverbindliche Branchentarifverträge und eine Erhöhung der Pflege-Mindestlöhne.

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Wir wollen die Arbeits- und Stressbelastung abbauen. Pflegenotstand darf kein Dauerzustand sein!

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Wir wollen für mehr Personal sorgen und hierzu unter anderem eine bundeseinheitliche Regelung herbeiführen, die in den sozialen Berufen den Personaleinsatz am tatsächlichen Personalbedarf ausrichtet. So schaffen wir Entlastung.

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Bei den erzieherischen Berufen ist es unser Ziel, die Zahl der Nachwuchskräfte bis 2030 zu verdoppeln.

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Für uns gilt auch: Ausbildungen müssen attraktiv, vergütet und schulgeldfrei gestaltet sein.

Gute Bedingungen sind schon lange überfällig, hier und heute für die Beschäftigten in den sozialen Berufen, aber auch, um in Zukunft mehr Menschen für diesen Bereich zu gewinnen.

Soziale Berufe aufwerten - das darf keine Phrase bleiben. Schaffen wir gemeinsam echte Veränderung!

Am 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Lass uns diesen Tag nutzen, um Seite an Seite mit den Arbeitnehmer*innen für bessere Bedingungen in der Pflege und anderen sozialen Berufen zu kämpfen.

#GEMA1NSAM SIND WIR STARK!

Vor 75 Jahren erschien die neue sozialdemokratische Tageszeitung erstmalig

von Joachim Wibbing















Man glaubt es kaum, aber es gab Zeiten da konnten in Bielefeld die Wissensdurstigen unter bis zu sechs verschiedene Tageszeitungen auswählen. Diese Phase endete mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933. Die sozialdemokratische "Volkswacht" wurde zum 28. Februar des Jahres verboten. Kurze Zeit später musste auch die katholische Zeitung "Der Turm" eingestellt werden. Mit dem Ende des Nationalsozialismus im Mai 1945 bestand endlich wieder die Möglichkeit, bei den Tageszeitungen den Weg zu einer freien Meinungsbildung und zur Demokratisierung zu finden.

Der Verleger Emil Groß

Die Herausgabe der "Freien Presse" am 3. April 1946 hing eng mit Emil Groß (1904-1967) zusammen. In Bielefeld als Sohn eines Eisendrehers geboren absolvierte er nach der Volksschule eine Lehre und arbeitete als kaufmännischer Angestellter. In dieser Zeit trat er der Sozialistischen Arbeiterjugend bei, 1922 dann auch der SPD. Seit 1924 engagierte er sich als hauptamtlicher Funktionär der SPD Ostwestfalen. Er besuchte die Heimvolkshochschule in Tinz in der Nähe vom thüringischen Gera, bestand die Zulassungsprüfung zum Studium ohne Reifezeugnis und studierte von 1930 bis 1933 Staatswissenschaften in Berlin. Groß war Vorsitzender der Sozialistischen Studentenschaft aller Berliner Hochschulen. Neben dem Studium arbeitete er unter anderem für die "Neuen Blätter für den Sozialismus". Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten beteiligte sich Groß an der illegalen sozialistischen Organisation "Der Rote Stoßtrupp" in Berlin. Er wurde jedoch verhaftet. Durch fremde Hilfe gelang ihm die Flucht in die Niederlande. Dort fungierte er in Amsterdam als Mitherausgeber der sozialdemokratischen Exilzeitung "Freie Presse", die wöchentlich erschien. 1937 wurde er aus dem Deutschen Reich ausgebürgert. 1941 wurde er von der Gestapo erneut verhaftet und wegen Hochverrats zu zwei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Entlassung 1943 arbeitete er bis 1945 als Betriebsassistent. Nach dem Kriegsende fungierte Groß als vorläufiger Bezirkssekretär der SPD Ostwestfalen-Lippe, war von 1946 bis 1948 stellvertretender Bezirksvorsitzender und Mitglied im Gesamtvorstand der SPD. Er gehörte dem Rat der Stadt Bielefeld an, ebenso von 1946 bis 1967 dem nordrhein-westfälischen Landtag. Dort bekleidete er vom 1. März 1956 bis zum 12. Juli 1958 die Position des Vorsitzenden der SPD-Fraktion, nachdem er zuvor und auch danach stellvertretender Fraktionsvorsitzender war. Der Landtag wählte ihn zum Mitglied der ersten vier Bundesversammlungen. Er gründete 1946 den Zeitungsverlag "Freie Presse Bielefeld" und den hiesigen "Phoenix Verlag". Außerdem war er Mitbegründer der "dpa", der Deutschen Presse-Agentur. Des Weiteren fungierte er als Präsident und Vorstandsmitglied zahlreicher Zeitungsverlegerverbände. Seine Vaterstadt benannte nach ihm den "Emil-Groß-Platz".

Die Presse unter britischer Besatzung

Die Engländer ließen am 10. und 12. April 1945 jeweils eine Ausgabe der "Westfälischen Zeitung" mit Anweisungen drucken. Im Juni 1945 übernahm die britische Armeezeitung "Neue Westfälische Zeitung" diese Aufgabe. Die Hoffnungen auf eine sofortige Wiederherausgabe der "alten" WZ wurden damit konterkariert. In der frühen Nachkriegszeit übertrug die britische Besatzungsmacht Lizenzen an Persönlichkeiten mit verlegerischen Fähigkeiten, von deren Integrität sie überzeugt war. Als erste Bielefelder Lizenzzeitung erschien am 15. März 1946 die "Westfalen-Zeitung" - daraus sollte später das "Westfalen-Blatt" werden. Unter dem Titel "Aufgabe und Verpflichtung" umrissen die Herausgeber den Standort ihrer Zeitung: "Sie wird in ihren Spalten für christliche und demokratische Grundsätze in Politik und Kultur eintreten."

Die Anfänge der "Freien Presse"

Die erste Ausgabe der neuen sozialdemokratischen "Freien Presse" erschien wenige Tage später am 3. April 1946 - also vor genau 75 Jahren. Emil Groß hatte dazu die Lizenz von der britischen Besatzungsmacht erhalten. Die "Freie Presse" trat an die Stelle der alten "Volkswacht", die 1890 erstmalig publiziert wurde. Die Wahl des Namens sollte der Leserschaft den Neuanfang verdeutlichen. Anknüpfungspunkt waren die Traditionen der im Amsterdamer Exil erschienenen "Freien Presse". Das SPD-"Urgestein" Carl Severing (1875-1952) übernahm zunächst die Chefredaktion und formulierte die neue Leitlinie: "Unsere Aufklärung und Erziehung sieht drei große Ziele: Demokratie, Sozialismus und Völkerfrieden! Es ist ein Gebot echter Demokratie, die Lehren eines Einzelnen nicht als unfehlbar zu betrachten, sondern alle zum kritischen Denken anzuregen. Das mag unbequem sein, aber jede Erziehung, die diesen Namen verdient, ist unbequem." Die letzte von den Briten lizenzierte Tageszeitung war das der KPD nahestehende "Volks-Echo", dessen erste Ausgabe vom 16. Juli 1946 datiert. Erst nach der Unterzeichnung des Grundgesetzes und der Aufhebung der Lizenzpflicht erschien seit dem 22. Oktober 1949 wieder die "Westfälische Zeitung". Die "Freie Presse" erreichte in den 1950er Jahren eine Auflage von über 90.000 Exemplaren. Dies war deutlich mehr als die Konkurrenz der "Westfälischen Zeitung" und des "Westfalen-Blattes". Bei der "Freien Presse" absolvierten in den 1950er und 1960er Jahren die späteren Intendanten des Westdeutschen Rundfunks Friedrich Nowottny und Fritz Pleitgen ihr Journalistik-Volontariat.

Die "Neue Westfälische"

Eine wichtige Veränderung in der Lokalzeitungs-Landschaft markierte die Fusion der "Freien Presse" und der "Westfälischen Zeitung" zur "Neuen Westfälischen", deren erste Ausgabe am 3. Juli des Jahres 1967 erfolgte. Damit änderte sich auch das Selbstverständnis wie es der neue Chefredakteur Heinz Liebscher in seinem Leitartikel zum Ausdruck brachte: "Die Parteizeitung alten Stils wird immer mehr zu einem Stück Vergangenheit, weil die politische Weltanschauungspartei der Weimarer Republik und der ersten restaurativen Periode nach dem Zweiten Weltkrieg tot ist. In der Neuen Westfälischen Zeitung verbinden sich Tradition und Fortschritt im guten liberalen und sozialen Sinne zu einer weltoffenen, meinungsfreudigen und toleranten Geisteshaltung."

Abbildungsverzeichnis

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Foto: Titel-Kopf der Exil-"Freien Presse" 1934
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Foto: Titelseite der Erstausgabe der Freien Presse 194
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Foto: Vorderfront des früheren Volkswacht-Gebäude in Bielefeld in der Nähe der Arndtstraße: Hier wurde über lange Jahre die tägliche Ausgabe der "Freien Presse" gedruckt.
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Foto: Luftbild des Volkswacht-Gebäudes mit dem neuen Druckhaus 1953
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Fotos: Durch ihre Verkaufs- und Geschäftsstellen war die Freie Presse in ganz Bielefeld mit ihrem Schriftzug präsent: Hier am Jahnplatz neben der bekannten Drogerie Riemeier oder in Schildesche am sogenannten "Thie-Platz", dem heutigen Wetterhäuschen-Standort.
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Foto: Emil Groß hob am 3. April 1946 die "Freie Presse" in Bielefeld aus der Taufe.

In der Sitzung des Jugendhilfeausschuss vom 17.02.2021 hat die SPD-Ratsfraktion die Verwaltung beauftragt, bei künftigen Spielplatzplanungen und bei Spielplatzrenovierungen darauf zu achten, dass diese inklusiv ausgestaltet werden. Unsere jugendpolitische Sprecherin, Judith Wend, hat sich für diesen Antrag besonders stark gemacht. Der Jugendhilfeausschuss hat dem Antrag mit großer Mehrheit zugestimmt. Des Weiteren wird die Möglichkeit geprüft, einen inklusive Spielplatz auf dem Kesselbrink zu errichten.

Jedes Kind, ob mit oder ohne Behinderung, hat das gleiche Recht auf ein Spielplatzangebot in seiner Nachbarschaft, das seinen Bedürfnissen entspricht. Auf inklusiven Spielplätzen können sich Kinder mit und ohne Behinderung ohne Barrieren begegnen und miteinander spielen. In Bielefeld gibt es jedoch bisher nur einen einzigen inklusiven Spielplatz, der auf dem Halhof in Bielefeld-Schildesche liegt und somit nicht für jede Familie gut zu erreichen ist. Durch die konsequente Beachtung des Inklusionsgedankens bei künftigen Spielplatzplanungen und Spielplatzrenovierungen kommen wir dem Ziel einer Stadt mit gerechter Teilhabe für alle Bielefelder*innen ein Stück näher.

Der Kesselbrink liegt in zentraler Lage mitten in Bielefeld und ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto gut erreichbar. Außerdem wird für diese Fläche seit längerer Zeit eine sinnvolle Verwendung diskutiert, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Derzeit werden im "Grünen Würfel" in einer Pilotphase offene Angebote für Kinder und Jugendliche gemacht. Ein inklusiver Spielplatz würde dieser Zielgruppe ein noch breiteres Nutzungsspektrum auf dem Kesselbrink eröffnen. Gleichzeitig kann hier ein familienfreundlicher Treffpunkt entstehen, der zu einem Imagegewinn für die Bielefelder Innenstadt beitragen kann. Untenstehend der Wortlaut unseres Antrags.

Bernd Link

Der bekannte Bielefelder Gewerkschafter und Sozialdemokrat Bernd Link starb nach schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren in dieser Woche im Johannes-Krankenhaus.

Link wurde in Bad Landeck im Glatzer Bergland (Schlesien) am 17. 09. 1944 geboren. Sein Vater war bereits zuvor im Krieg gefallen. Seine Mutter floh am Kriegsende mit ihm nach Bielefeld. Nach der Schulzeit und kaufmännischer Ausbildung war er mehrere Jahre in der Bekleidungsindustrie, unter anderem in der Seidensticker-Gruppe, tätig. Daran schloss sich ein Studium an der Dortmunder Sozialakademie an, das die Grundlage für seine weitere Tätigkeit als Gewerkschaftssekretär bildete.

Bernd Link wurde gleich am ersten Tag seiner Ausbildung (1. 4. 1960) Gewerkschaftsmitglied in der Gewerkschaft Textil-Bekleidung (GTB) und engagierte sich von Anfang an ehrenamtlich in der Jugendarbeit und war aktiv bis hin zur Bundesebene der GTB. 1971 wurde er als Gewerkschaftssekretär in Bielefeld eingestellt. Neben seinen Hauptaufgaben nahm er auch schon bald andere Funktionen im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), bei der Arbeitsagentur, der IHK Ostwestfalen und der Bildungsgemeinschaft Arbeit + Leben Bielefeld wahr.

1986 wurde Bernd Link zum Geschäftsführer der GTB gewählt. 1998 ging die GTB in der IG Metall auf und Link wurde von der IG Metall Bielefeld übernommen. Seine Schwerpunkte waren neben der Mitglieder- und Betriebsratsbetreuung, die Tarifpolitik Textil-Bekleidung, die Erwerbslosenarbeit und die gewerkschaftliche Bildungsarbeit sowie die Betreuung der Schwerbehinderten-Vertrauensleute. Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand engagierte er sich weiter ehrenamtlich in der IG Metall.

Seine Kolleginnen und Kollegen schätzten seine von hoher Sachkenntnis geprägte Art, die er mit Überzeugung und Durchsetzungswillen immer wieder erfolgreich zur Problemlösung einsetzte.

Mit 15 Jahren war Link Gewerkschafter geworden, mit 21 wurde er Mitglied der SPD und machte zunächst bei den Jusos mit. Von 1986 bis 1989 war er Vorsitzender des Ortsvereins Oststraße und vertrat diesen zeitweilig im Stadtbezirksvorstand. Die Bielefelder SPD wählte Bernd Link bereits 1980 in den Unterbezirksvorstand, dessen Mitglied er bis 2018 blieb und dort auch 15 Jahre (1985 bis 2000) das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden bekleidete.

Seit Anfang der 70er Jahre arbeitete er darüber hinaus in der "AfA - Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen" der SPD und nach Renteneintritt auch im "Arbeitskreis 60plus" mit.

Obwohl es ihm schon gesundheitlich schlechter ging, engagierte er sich noch in der letzten Wahlperiode im Bielefelder Seniorenrat. Dort setzte er sich insbesondere dafür ein, aus den Lehren der deutschen Geschichte für die heutige Politik die richtigen Konsequenzen zu ziehen und den Rechtspopulisten, Rassisten und Neonazis aus der AfD keine Plattform für ihre Agitation zu bieten.

Seine politischen Ziele sah Link in einer Politik, die sich für mehr gesellschaftliche Gerechtigkeit einsetzt, für gleiche Bildungschancen unabhängig von der Herkunft streitet und zu einer gerechteren Beteiligung der Arbeitnehmer an der wirtschaftlichen Entwicklung beiträgt. Für ihn waren die sozialdemokratischen Forderungen nach "Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und Solidarität" Auftrag und Verpflichtung. Insofern war sein Selbstverständnis in der Politik und auch in der SPD darauf gerichtet, eine stärkere Berücksichtigung der Interessen der "kleinen Leute" einzufordern.

Seit Mitte der 60er Jahre war Bernd Link auch für die Volksbühne Bielefeld aktiv. Stand zunächst die "Junge Bühne" im Vordergrund, die junge Berufstätige an das Kulturleben heranführen wollte, so bildete die politische Zielsetzung der Volksbühnenbewegung, Menschen aus den breiten Schichten der Bevölkerung den Zugang zu "Kunst und Kultur" zu ermöglichen, den Mittelpunkt seiner langjährigen ehrenamtliche Arbeit. Link war - in der unter anderem von Carl Severing 1905 begründeten Kulturgemeinschaft - seit 1979 auch im Vorstand tätig und seit über 20 Jahren als deren Vorsitzender das Gesicht der Volksbühne Bielefeld.

Seinem beharrlichen Engagement für die Idee der Volksbühnen ist es auch zu verdanken, dass es heute wieder einen aktiven Bundesverband der Volksbühnen gibt, der die große Mehrheit der 55 deutschen Volksbühnenvereine vertritt und deren Delegierte Bernd Link 2017 zu ihrem Bundesvorsitzenden wählten.

Daneben war Bernd Link Mitglied in etlichen weiteren Vereinen und Einrichtungen, die sich mit sozial- und bildungspolitischen Aufgaben befassen, der Völkerverständigung dienen, aus der Arbeiterbewegung entstanden sind oder sich mit historischen Themen beschäftigen. So unter anderem im Verein BAJ, der Deutsch-Polnischen-Gesellschaft, der Albert-Lortzing-Gesellschaft oder den Naturfreunden. Mehr als zehn Jahre war Bernd Link auch Mitglied im Aufsichtsrat der Baugenossenschaft Freie Scholle.

Im Sommer 2013 wurde ihm in Anerkennung und Würdigung seiner besonderen Verdienste das Bundesverdienstkreuz am Bande durch Oberbürgermeister Pit Clausen im Auftrag von Bundespräsident Joachim Gauck verliehen. In seiner Laudatio nannte Clausen ihn "einen Gesandten der Gerechtigkeit".

 

Aktuelle Nachrichten aus Berlin (Quelle: spd.de)

Die Sondierungen zwischen SPD, Grünen und FDP sind erfolgreich abgeschlossen. Auf Grundlage eines 12-seitigen Ergebnispapiers sollen jetzt formale Koalitionsverhandlungen folgen. "Aufbruch und Fortschritt" seien möglich, fasste SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zusammen.

Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern will mit der Linkspartei Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die mit ihrer SPD Ende September die Landtagswahl klar gewonnen hatte, kündigte am Mittwoch Koalitionsverhandlungen mit der Linken an.

Nach den ersten Sondierungsrunden für ein Ampel-Bündnis zeigt sich SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil zuversichtlich für die weiteren Gespräche. Bis Freitag soll jetzt eine Entscheidungsgrundlage für die Aufnahme formaler Koalitionsverhandlungen erarbeitet werden.

Ab Montag sind Corona-Schnelltests nicht mehr für alle kostenlos. Wer darf sich noch kostenlos testen lassen? Und welche Nachweise braucht man jetzt für Gratis-Tests?

Grüne und FDP wollen mit der SPD über die Bildung einer Regierungskoalition sprechen. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz begrüßt die Entscheidung und spricht von einem gemeinsamen Auftrag der drei Parteien.

Olaf Scholz will mit Grünen und FDP eine Fortschrittsregierung schmieden. Vor den anstehenden Sondierungsgesprächen für eine Ampelkoalition skizziert er Schnittmengen - und auf welcher Grundlage ein solches Bündnis erfolgreich arbeiten kann.

Die SPD wird am Sonntag in Sondierungen um eine Fortschrittsregierung mit Grünen und FDP einsteigen. Das Ziel: "eine Koalition der Gewinner zu schmieden", wie SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil formulierte.

Die SPD-Bundestagsabgeordneten haben Rolf Mützenich im Amt des Fraktionsvorsitzenden überzeugend bestätigt. Nach seiner Wahl forderte er Grüne und FDP auf, jetzt zügig Sondierungen mit der SPD für eine Fortschrittsregierung aufzunehmen.

Mit einer starken Bundestagsfraktion tritt die SPD an, das Land zu modernisieren. Bei der Wahl stark zugelegt hat sie unter anderem in Ostdeutschland - und in vier Bundesländern sogar alle Direktmandate geholt.

Die SPD bereitet sich auf erste Gespräche mit Grünen und der FDP vor. Es geht um die Sondierung vor möglichen Koalitionsverhandlungen - und um die Chance für "Aufbruch und Veränderung", wie Generalsekretär Lars Klingbeil betont.

 

Pressemitteilung aus Berlin (Quelle: spd.de )

 

Zu den gestern veröffentlichten Ergebnissen der Sondierungsgespräche zwischen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP erklären die Co-Vorsitzenden der AsJ Antje Draheim und Harald Baumann-Hasske:

Anlässlich der Sondierungsgespräche zwischen SPD, Bündnis 90/die Grünen und FDP wurde das folgende Ergebnispapier erarbeitet. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Anlässlich des 29. Todestages von Willy Brandt findet am Freitag, den 08. Oktober 2021um 10:00 Uhr, (Presseeinlass: 9:15 bis 9:45 Uhr),am Ehrengrab Willy Brandt,Waldfriedhof/Zehlendorf, Eingang Wasgensteig, 14129 Berlin eine Kranzniederlegung statt. Weitere Kranzniederlegende sind der Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller, Wolfgang Thierse als Kuratoriumsvorsitzender der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, Ralf Wieland als Präsident des Abgeordnetenhauses Berlin, Martin Schulz als Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung und Kian Niroomand als Vertreter für den Kreisverband SPD Charlottenburg-Wilmersdorf.

Anlässlich des Tags der Deutschen Einheit am 03. Oktober 2021 erklärt der Ostbeauftragte der SPD, Martin Dulig:

Die SPD wird sich am Sonntag mit FDP und Bündnis 90/Die Grünen zu ersten getrennten Gesprächen nach der Bundestagswahl treffen.

Montag, 27. September 2021 Pressestatement mit Blumenübergabeum 09:00 Uhr,Willy-Brandt-Haus, Atrium, Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin. Pressekonferenzum 11:00 Uhr,Willy-Brandt-Haus, Atrium, Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin. Bildtermin Auftaktbilder im Parteivorstandum 12:00 Uhr,Willy-Brandt-Haus, Hans-Jochen Vogel-Saal, Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin.

Kurz vor der Bundestagswahl erreicht die SPD ihr Ziel, beim Tür-zu-Tür-Wahlkampf an mehr als drei Millionen Haustüren geklopft und geklingelt zu haben. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil zeigt sich sehr zufrieden über den leidenschaftlichen Wahlkampf der mehr als 400.000 SPD-Mitglieder.

Die Stimmenabgabe des Kanzlerkanzlerkandidaten am Sonntag, 26.09.2021, findet statt um ca. 10:00 Uhr,Grundschule Max Dortu,Dortustraße 28/29, 14467 Potsdam.Aufgrund der begrenzten Platzkapazität im Wahllokal bilden wir für TV-Teams sowie Fotografen einen Pool. Weitere Teilnehmer sind nicht zugelassen.

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken besucht im Rahmen des Bundestagswahlkampfes verschiedene Stationen und Kandidierende. Gern weisen wir Sie auf folgende presseöffentliche Termine hin.

Das große Finale der "Scholz packt das an"-Tour mit Olaf Scholz findet am Freitag, den 24. September, in Köln statt.

Gern weisen wir Sie auf den Wahlkampftermin hin.

Gern weisen wir Sie auf die aktuellen Wahlkampftermine/Zukunftsgespräche am 23. September in Nordrhein-Westfalen hin.

 

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04.10.2021 16:46 „Globale Finanzverschleierung aufdecken“
Pandora Papers veröffentlicht Der Journalist*innen-Verbund „International Consortium of Investigative Journalists“ hat zahlreiche Unterlagen von global tätigen Anwaltskanzleien und Treuhandgesellschaften geleakt. Diese sogenannten Pandora Papers dokumentieren die Eigentümer*innen von und Verbindungen zu mehr als 27.000 Offshore-Firmen zahlreicher Prominenter und Politiker*innen aus der ganzen Welt. Joachim Schuster, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Gruppe im Europäischen Parlament: „Die Pandora Papers

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